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  1. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    Eine Vielzahl an Geschichten und Gebeten hat sich im Laufe der Zeit bei mir angesammelt. In den folgenden Tagen und Wochen gibt es eine reiche Auswahl davon.
    Mögen es gute Gedanken für Sie sein.
    1. Aus der Geschichtensammlung: „Die Senfkörner“
    Vor langer Zeit lebte in Indien in einem kleinen Dorf eine junge Frau namens Kisa. Sie verliebte sich, heiratete und war sehr glücklich mit ihrem Mann. Bald bekamen sie einen Sohn, den sie beide sehr liebten. Als der Junge zweieinhalb Jahre alt war, erkrankte er jedoch plötzlich und starb. Kisas Welt brach zusammen. Von ihrer Trauer überwältigt, wollte sie nicht glauben, dass ihr Junge wirklich tot sein sollte. Sie nahm den kleinen Leichnam in ihre Arme und ging mit ihm durch das ganze Dorf, fragte überall verzweifelt nach einer Medizin, die den Jungen helfen könnte. Schließlich führte ihr Weg zu Buddha, und sie bat ihn um seine Hilfe. Buddha schaute Kisa mit vollem Mitgefühl an und sagte: „Ich werde dir helfen, aber zuvor benötige ich eine Handvoll Senfkörner.“
    Als Kisa hoffnungsvoll sofort zusicherte, sie sei bereit alles zu tun, um die benötigte Menge Körner zu besorgen, entgegnete Buddha, „Aber die Körner müssen aus einer Familie stammen, in der niemand sein Kind, seinen Partner oder seine Eltern verloren hat. Alle Körner müssen aus einem Haus sein, wo der Tod noch nie zu Besuch war.“
    Kisa ging von Haus zu Haus und fragte nach Senfkörnern. Doch in jedem Haus erhielt sie die gleiche Antwort. „Natürlich können wir dir Senfkörner geben, aber es gibt bei uns weniger Lebende als schon Verstorbene.“ Jeder hatte entweder die Mutter oder den Vater, seine Frau oder den Mann, den Sohn oder die Tochter verloren. Sie besuchte viele Familien und hörte immer wieder von verschiedenen Verlusten. Nachdem sie jedes Haus im Dorf besucht hatte, öffneten sich ihre Augen und sie verstand, dass niemand in seinem Leben von Verlust und Trauer verschont bleibt, und dass sie nicht allein war. Ihre Trauer verwandelte sich in Mitgefühl für alle andere trauernden Menschen. Jetzt war sie in der Lage, sich von ihrem Sohn zu verabschieden und ihn zu beerdigen.
    2. Aus der Gebetssammlung: „Wie das Leben gelingen kann“
    Wie das Leben gelingen kann, stellst du uns vor Augen, aber wir lassen uns hin- und hertreiben.
    Für uns bist du da, aber wir wollen möglichst viel in die eigene Hand nehmen.
    Ruhepunkte schenkst du uns für unser Leben, aber rastlos hasten wir durch die Zeit.
    Kyrie eleison – Herr, erbarme dich.
    3. Bibelstelle: Mt 5, 4 (Bibel in gerechter Sprache)
    4 Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

  2. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    Eine Vielzahl an Geschichten und Gebeten hat sich im Laufe der Zeit bei mir angesammelt. In den folgenden Tagen und Wochen gibt es eine reiche Auswahl davon.
    Mögen es gute Gedanken für Sie sein.
    1. Aus der Geschichtensammlung: „Die Nussbäume“
    Als der König eines großen Reiches eines Tages durch sein Land reiste, kam er an einem sonnenbeschienenen Hang vorbei. Dort sah er einen ehrwürdigen, sehr alten Mann mit gekrümmten Rücken arbeiten. Gefolgt von seinem Hofstaat trat der König näher und sah, dass der Alte kleine Stecklinge pflanzte.
    „Was macht ihr da?“, fragte der König.
    „Ich pflanze Nussbäume“, erwiderte der Greis.
    Der König wunderte sich: „Ihr seid schon sehr alt. Weshalb tut ihr das? Ihr werdet es nicht mehr erleben, die Laubkronen eurer Bäume zu sehen. Ihr könnt erst recht in ihrem Schatten nicht mehr ruhen. Und auch die Früchte werdet ihr nicht mehr essen.“
    Der Alte richtete sich auf, schaute dem König in die Augen und sprach mit großem Ernst: „Die vor uns kamen, haben gepflanzt, und wir konnten ernten. Wir pflanzen nun, damit die, die nach uns kommen, auch ernten können.“
    Damit wandte er sich ab, kniete nieder und pflanzte weiter seine Stecklinge.
    2. Aus der Gebetssammlung: „Christus, du Begleiter unseres Lebens“
    Christus, du Begleiter unseres Lebens:
    Viele Stimmen reden auf uns ein – werden wir deine Stimme hören?
    Viele Wege tun sich auf – werden wir deinen Weg einschlagen?
    Viele Angebote flattern uns ins Haus – werden wir deiner Stimme folgen?
    Kyrie eleison – Herr, erbarme dich.
    3. Bibelstelle: Jer 17, 8 (Bibel in gerechter Sprache)
    8 Sie sind wie Bäume, am Wasser gepflanzt, zum Wasserlauf strecken sie ihre Wurzeln hin. Dass Hitze kommt, fürchten sie nicht, sie behalten ihr Laub. Auch in einem Dürrejahr sind sie ohne Sorge, sie hören nicht auf, Frucht zu tragen.

  3. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    Eine Vielzahl an Geschichten und Gebeten hat sich im Laufe der Zeit bei mir angesammelt. In den folgenden Tagen und Wochen gibt es eine reiche Auswahl davon.
    Mögen es gute Gedanken für Sie sein.
    1. Aus der Geschichtensammlung: „Zwei Wölfe“
    Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Die Nacht hatte sich über das Land gesenkt und das Feuer knackte und krachte, während die Flammen hoch hinaus in den Himmel züngelten.
    Nach einer langen Weile des Schweigens sagte der Alte zu seinem Enkel: „Weißt du, manchmal fühle ich mich, als wenn zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“
    „Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“, fragte der Junge.
    „Der Wolf, den ich füttere.“ antwortete der Alte.
    2. Aus der Gebetssammlung: „Wenn wir uns klein fühlen“
    Wenn wir uns klein fühlen und erschrecken vor uns selbst oder vor dem, was andere sagen und tun, wenn wir uns selber nichts zutrauen und eine Last uns niederdrückt, dann bist du unsere Rettung, Gott.
    Du achtest uns, auch wenn wir schwach sind.
    Du schenkst uns deine Kraft, die unser Leben verwandelt.
    Darum rufen wir zu dir:
    Gott, erbarme dich.
    3. Bibelstelle: Jes 40, 31 (Bibel in gerechter Sprache)
    31 Aber die auf Gott hoffen, gewinnen neue Kraft, sie steigen auf mit Flügeln wie Adler. Sie laufen und werden nicht matt, sie gehen und werden nicht müde.

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