6 Kommentare

  1. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 6, 7-13:
    7 Da rief er die Zwölf zu sich und machte sich daran, sie jeweils zu zweit auszusenden. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister 8 und wies sie an, für den Weg nichts mitzunehmen außer einem Wanderstab – kein Brot, keinen Sack für Vorräte, kein Münzgeld im Gürtel. 9 »Zieht Sandalen an und tragt keine zwei Unterkleider übereinander.« 10 Weiter sagte er zu ihnen: »Wo ihr einmal in ein Haus eingekehrt seid, da bleibt, bis ihr von dort weiter wandert. 11 Wenn eine Ortschaft euch nicht aufnimmt und die Leute nicht auf euch hören, so verlasst diesen Ort und schüttelt den Staub unübersehbar von euren Füßen ab.« 12 Da gingen sie fort und verkündigten: »Hört auf, ungerecht zu handeln, und kehrt um zum Leben!« 13 Und sie vertrieben viele Dämonen, salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
    2. Gedanken zu Mk 6, 7-13:
    Jesus intensiviert seine Sendung, indem er seine Stimme „vervielfacht“. Er sendet jeweils zu zweit aus. Zum einen, weil es auf der Reise durchaus abenteuerliche und gefährliche Situationen zu bestehen galt. Zum anderen sollten sie lernen einander anzunehmen, gemeinsam einen Weg der Friedfertigkeit zu suchen, miteinander um die Wahrheit zu ringen und eine gemeinsame verständliche Sprache zu finden. Ihre Sendung ist es, den Weg zu den Menschen zu finden, Beziehungen eröffnen, um miteinander auf dem Weg des Lebens voranzukommen.
    Selbstlos ohne Brot, Vorräten und Geld und angewiesen sein auf die Gastfreundschaft und die Aufnahme in einer Hausgemeinschaft unterstreicht zeichenhaft einzig für das Wort Gottes einzustehen. Ohne Zwang sollen die Menschen das Wort Gottes vorgelebt bekommen und es aus freien Stücken annehmen. Eine Abfuhr soll die Jüngerinnen und Jünger nicht entmutigen, denn es kommt nicht auf den Erfolg an. So gehen sie daran, Menschen zur Umkehr zum Leben zu rufen, stiften Gemeinschaften, verbannen das Unheilvolle aus deren Mitte und schenken Kranken Heilvolles.
    3. Segensgebet:
    Gott segne dich, dass du jeden Tag als erfüllte Zeit erlebst.
    Gott segne dich, dass das Leiden von gestern und die Angst von Morgen ihre Schrecken verliert, und die Botschaft vom Heil der Welt auch in dir Gestalt gewinnt.
    Gott segne dich, dass du dem Morgen mit froher Erwartung entgegensiehst.

  2. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 6, 1-6:
    1 Er ging von dort weg und kam in seine Heimatstadt, und seine Jüngerinnen und Jünger folgten ihm nach. 2 An einem Sabbat begann er, in der Synagoge zu lehren. Und viele, die ihn hörten, waren überwältigt und sagten: »Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben wurde? Geschehen durch seine Hände derart machtvolle Taten? 3 Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und Bruder des Jakobus und Joses, des Judas und Simon? Und leben nicht seine Schwestern hier bei uns?« Seinetwegen kamen sie vom Weg der Gerechtigkeit ab. 4 Jesus sagte zu ihnen: »Kein Prophet und keine Prophetin werden in ihrer Heimatstadt, bei den eigenen Verwandten und im eigenen Haus geachtet.« 5 Und Jesus konnte dort keine machtvolle Tat vollbringen. Nur einige wenige Kranke heilte er, indem er ihnen die Hände auflegte. 6 Er war zutiefst verstört über ihren Unglauben. Dann durchstreifte er die umliegenden Dörfer und lehrte.
    2. Gedanken zu Mk 6, 1-6:
    Jesus kehrt nach Nazareth zurück. Sein Auftreten in seiner Heimatstadt markiert eine wesentliche Station in seinem Leben. Indem sich der „neue“ Jesus mit seiner Herkunft auseinandersetzt, setzt er einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu seiner inneren und äußeren Selbstbestimmung. Ablösung erfolgt nicht von selbst, sondern muss vom Menschen in einem klaren Entschluss geleistet werden.
    3. Segensgebet: Der Segen Gottes ist…
    Der Segen Gottes ist die Liebe, die uns miteinander verbindet.
    Der Segen Gottes ist die Freude, die wir auf dieser Erde untereinander und aneinander haben.
    Der Segen Gottes ist die Fantasie und die Lust, die uns beflügelt und bereichert.
    Der Segen Gottes ist der Friede, der uns zufrieden und glücklich miteinander leben lässt.

  3. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 5, 21-43:
    21 Als Jesus mit dem Boot ans andere Ufer übersetzte, versammelte sich wieder eine große Menschenmenge um ihn, und er blieb dicht am See stehen. 22 Da kam Jaïrus, vom Vorstand der Synagoge, sah ihn und fiel vor seinen Füßen nieder. 23 Jaïrus bat ihn eindringlich: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm doch und lege die Hände auf sie, damit sie gesund wird und lebt.« 24 Da ging Jesus mit ihm. Eine große Menschenmenge folgte Jesus nach und drängte sich um ihn. 25 Da gab es eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt 26 und von vielen Ärzten vieles erlitten hatte. Sie hatte ihr ganzes Hab und Gut eingesetzt und ihr war doch nicht geholfen worden. Stattdessen wurde ihre Krankheit immer schlimmer. 27 Die hörte von Jesus, näherte sich in der Menschenmenge und berührte von hinten sein Gewand. 28 Denn sie sagte sich: »Wenn ich ihn berühre, und sei es nur sein Gewand, werde ich gesund werden.« 29 Im gleichen Augenblick hörte ihr Blut auf zu fließen, und sie spürte an ihrem Körper, dass sie von ihrem Leiden befreit war. 30 Gleichzeitig fühlte auch Jesus an sich, wie die Kraft aus ihm herausfloss, drehte sich in der Menschenmenge um und fragte: »Wer hat mich am Gewand berührt?« 31 Da sagten seine Jüngerinnen und Jünger zu ihm: »Du siehst doch, wie die Menschenmenge sich um dich drängt, und du fragst: Wer hat mich berührt?« 32 Jesus blickte sich weiter nach der um, die dies getan hatte. 33 Die Frau fürchtete sich und bebte, denn sie hatte begriffen, was mit ihr geschehen war. Sie trat vor, warf sich vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34 Da antwortete er ihr: »Tochter Gottes, dein Vertrauen hat dich gesund gemacht. Gehe hin in Frieden, und sei dauerhaft von deinem Leiden geheilt.« 35 Als er noch redete, kamen ihnen Bedienstete aus dem Haus des Synagogenvorstehers entgegen und riefen: »Deine Tochter ist gestorben. Was behelligst du den Lehrer noch?« 36 Jesus hörte das Gesagte und sprach zu Jaïrus: »Fürchte dich nicht, hab nur Vertrauen!« 37 Und niemand durfte ihm folgen außer Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes. 38 Als sie ins Haus des Synagogenvorstehers kamen, hörte Jesus lauten Tumult und wie Leute heftig weinten und klagten. 39 Da ging er hinein und sagte zu ihnen: »Warum macht ihr solchen Lärm und weint? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.« 40 Da lachten sie Jesus aus. Er aber warf alle hinaus, nahm den Vater und die Mutter des Kindes und die bei ihm waren und trat ins Zimmer, wo das Mädchen lag. 41 Jesus ergriff die Hand des Mädchens und sagte zu ihr: »Talitha kumi!«, das heißt übersetzt: »Junge Frau, ich sage dir, steh auf von deiner Krankheit!« 42 Die junge Frau – sie war nämlich schon zwölf Jahre alt – stand sogleich auf und ging umher. Die Menschen gerieten völlig außer sich vor Begeisterung und Entsetzen. 43 Doch Jesus trug ihnen eindringlich auf: »Niemand soll von meinem Tun erfahren. – Und gebt der jungen Frau gleich etwas zu essen.«
    2. Gedanken zu Mk 5, 21-43:
    Der Synagogenvorsteher und die schwerkranke Frau setzen ihre letzte Hoffnung auf Jesus. Das Vertrauen und der Glaube an die Heilung lassen eine außergewöhnliche Energie wirksam werden. Beide begegnen Jesus und seine Offenheit bewirkt, dass heilende Energie überströmen kann.
    3. Segensgebet:
    Heilsamer Segen begleite dich und heilsam gesegnet begleite du!

  4. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 4, 35-41:
    35 Am Abend jenes Tages sagte er zu ihnen: »Lasst uns ans andere Ufer fahren.« 36 Sie schickten die Volksmenge weg und nahmen ihn so, wie er war, im Boot mit. Weitere Schiffe begleiteten das Boot. 37 Da kam ein heftiger Sturmwind auf, und die Wellen schlugen ins Boot, so dass es voll Wasser lief. 38 Jesus lag im Heck und schlief auf einem Kissen. Sie weckten ihn und riefen: »Lehrer, machst du dir keine Sorgen, dass wir dabei sind unterzugehen?« 39 Der Aufgeweckte drohte dem Wind und sagte zum See: »Schweig! Sei still!« Da legte sich der Wind, und es wurde völlig still. 40Er fragte sie: »Was fürchtet ihr euch? Habt ihr noch kein Vertrauen?« 41 Nun ergriff sie große Ehrfurcht, und sie sprachen zueinander: »Wer ist das, dass selbst Wind und See ihm gehorchen?«
    2. Gedanken zu Mk 4, 35-41:
    Die Jüngerinnen und Jünger Jesu geraten in eine lebensbedrohliche Situation. Sie haben Angst und bangen um ihr Leben. Ihr Glauben wird hart auf die Probe gestellt. Provoziert von der Ruhe Jesu protestieren sie lautstark.
    Den ängstlichen Jüngerinnen und Jüngern steht die Glaubenskraft Jesu entgegen. Bei aller Aufregung bleibt Jesus ruhig und bringt mit dieser Ruhe auch noch die aufgewühlten Wellen zum Schweigen.
    Das eigentliche Wunder in unserem Leben wäre, wenn wir trotz aller Ängste und Bedrohungen gelassen bleiben und das Vertrauen nicht verlieren. Dann können wir, selbst zur Ruhe gekommen, Ruhe ausstrahlen und Turbulenzen ruhig werden lassen.
    3. Segensgebet: Schenke uns
    Wir bitten dich, Herr, um deinen Segen:
    Schenke uns die Behutsamkeit deiner Hände, die vor Ecken und Kanten nicht zurückschrecken.
    Schenke uns die Güte deiner Augen, die Fehler und Kanten der anderen zu verzeihen.
    Schenke uns das Lächeln deines Mundes, über die Stacheln der anderen zu schmunzeln.
    Schenke uns die Treue deiner Schritte.
    Schenke uns den Frieden deiner Worte.

  5. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 4, 26-29:
    26 Jesus sprach: »Die Gottesherrschaft ist so, wie wenn eine Person Samen auf die Erde streut, 27 nachts schläft und tagsüber aufsteht, und der Same geht auf und wächst – die Person weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen grünen Halm, dann eine Ähre, dann eine Ähre voller Korn. 29Sobald die Frucht ausgereift ist, legt, wer gesät hat, die Sichel an, denn die Ernte ist reif.«
    2. Gedanken zu Mk 4, 26-29:
    Die Gottesherrschaft kommt von selbst, aber nicht automatisch. Das heißt, dass das Reich Gottes nicht einfach vom Himmel fällt, sondern jede und jeder etwas dafür tun müssen. Die genannte Person streut den Samen aus. Am Entstehen der Frucht ist sie nicht direkt beteiligt. Dass das Reich Gottes kommt, dessen aber kann sie sich vollkommen sicher sein. Der Mensch wird in besonderer Weise in die Verantwortung genommen. Diese Verantwortung überfordert ihn jedoch nicht, denn sie lässt sich tragen aus der Gewissheit, dass das Reich Gottes von selbst kommt. Diese Sicherheit schenkt Gelassenheit. Eine Gelassenheit, die Kraft und Energie freisetzt. Eine Gelassenheit, die, weil das Reich Gottes von selber wächst, dessen Kommen und Wachsen um so kraftvoller vorantreiben kann. Die Gelassenheit ist der produktivste Antrieb für die Arbeit am Reich Gottes.
    3. Segensgebet: Rückenwind
    Der Segen Gottes begleite uns als guter Rückenwind.
    Gott, lass deinen Segen, um den wir dich bitten, zur befreienden Kraft für unser Leben werden.

  6. Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!
    1. Mk 2, 21-22:
    21 Keine Frau näht einen Flicken aus neuem Stoff auf ein altes Kleidungsstück. Denn sonst reißt der neue Flicken einen Teil vom alten Stoff ab, und der Riss wird größer. 22 Niemand füllt jungen Wein in alte Schläuche. Denn sonst zerreißt der Wein die Schläuche. Wein und Schläuche gehen dann verloren. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.«
    2. Gedanken zu Mk 2, 21-22:
    Der Textstelle voraus geht ein Streitgespräch darüber, warum die Jüngerinnen und Jünger Jesu nicht fasten. Der Konflikt weist darauf hin, dass der Weg, den Jesus und seine Jüngerinnen und Jünger gehen, weder der Weg der Schriftgelehrten noch der der Pharisäer sein kann. Abgrenzung zur Wahrung des Eigenen ist unvermeidlich und lebenswichtig.
    In den Bildern „neuer Stoff – altes Kleid“ und „junger Wein – alte Schläuche“ kommt klar zum Ausdruck, dass die Hilfsmittel zur Reparatur bzw. die Methode zur Weinabfüllung ungeeignet sind. Bin ich bereit, den Weg Jesu zu gehen, auch mit der Konsequenz Streit und Konflikt zu begegnen?
    3. Segensgebet: Der Segen unseres Gottes falle auf uns
    Der Segen unseres Gottes falle auf uns, wie Regen, der das Land befeuchtet.
    Der Segen unseres Gottes falle auf uns, wie Schnee, und decke zu was wund ist und Zeit zum Heilen braucht.
    Der Segen unseres Gottes falle auf uns, wie Samen, den ein Bauer ausstreut, damit das öde Land Früchte trägt.
    Der Segen unseres Gottes falle auf uns.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.