ERMUTIGUNG AUF DEM WEG – APRIL 2021

Liebe Altkatholikinnen und Altkatholiken der
Kirchengemeinde Graz, liebe Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche
Österreichs, liebe Freundinnen und Freunde unserer Kirche!

1.         Aus dem
Gesangbuch: „Du wirst ein Segen sein“ – Haus der Stille

405 –Alleluja

2. Aus dem Gebetbuch der
Altkatholischen Kirche Österreichs
: Seite 121-123

Litanei
von Gottes Gegenwart

Sei
hier zugegen,                Licht unseres Lebens.

Sei
hier zugegen,                in unserer Mitte.

Lös
unsre Blindheit,             dass wir dich sehen.

Mach
unsre Sinne               wach für dein Kommen.

Zeig
deine Nähe,                 dass wir dich spüren.

Weck
deine Stärke,             komm und befreie uns.

Sei
hier zugegen,                damit wir leben.

Sie
hier zugegen,                stark wie ein Feuer.

Flamme
und Leben,           Gott bei den
Menschen.

Komm
und befreie uns,     damit wir leben.

Komm
uns zu retten,          wie Licht in der
Frühe.

Komm
wie der helle Tag,   Licht unserer Augen.

Sei
hier zugegen,                mit deinem Leben.

In
unserer Mitte,                   Gott bei den Menschen.

Herr
aller Mächte,                Gott für die Menschen.

Zeig
uns dein Angesicht,   gib uns das Leben.

Oder
bist du o Gott              ein Gott der Toten?

Komm,
sei uns nahe,         damit wir leben.

Oder
bist du o Gott,            kein Gott der
Menschen?

Komm
und erleuchte uns, komm und befreie uns.

Du
Licht am Morgen,          komm und erfreue
uns.

Gott
für uns alle,                  heute und morgen.

Tausend
Geschlechter       währt deine Treue.

Du
bist auch heute              ein Gott für die Menschen.

Du
bist uns nahe                             seit Menschengedenken.

Gott,
du bist heilig.                          Wer kann dich sehen?

Unendlich
fern von uns                  und doch so nahe.

Doch
du bist nicht der Gott,           den wir
uns denken,

lässt
dich nicht finden,                   bist wie ein Fremder,

und
deine Torheit                            ist weiser als Menschen.

Und
deine Ohnmacht         ist stärker als
Menschen.

Wer
bist du, Gott?                Wie ist dein Name?

Heiliger
Gott,                         unsterblicher
Gott.

Sei
hier zugegen,                lass uns nicht sterben.

Gott,
was ist ohne dich      für mich der
Himmel?

Gib
deinen Namen uns,     ein Zeichen des
Lebens.

Wenn
du nicht da bist,        was soll ich auf
Erden?

Sei
du uns gnädig               und hab Erbarmen.

Sei
unser Atem,                   sei Blut in den Adern.

Sei
unsre Zukunft,               sei unser Vater.

Denn
in dir leben wir,          in dir bestehen
wir.

In
deinem Licht                    können wir sehen.

Sei
du uns gnädig               und lass uns hoffen.

Denn
du bist Gott,                warum müssen wir sterben?

Denn
nicht die Toten          sprechen von dir,

die
Toten alle                       in ihrer Stille.

Doch
wir, die leben,             rufen nach dir

an
diesem Tag,                    in dieser Nacht,

schrei’n
deinen Namen                  und wollen dich sehen,

warten
auf dich,                               wissen es selber nicht,

wollen
dich sehen,                          wirklich und nahe.

Alle
die Lebenden                           warten und hoffen.

Tu
deine Hand auf,                         so sind wir gesättigt.

Kehr
dich nicht ab von uns.          Lass uns
nicht sterben!

Lass
uns nicht fallen          zurück in den
Staub.

Send’
deinen Geist aus,     Neues zu schaffen.

Flamme
des Lebens,          Licht unseres Lichts.

Send’
deinen Geist aus,     neu uns zu schaffen.

Tiefe
des Herzens,              Licht unseres Lichtes.

Send’
deinen Geist aus,     neu uns zu schaffen.

Gib
dieser Erde                    ein neues Angesicht.

Mit
allen Menschen,           wo sie auch
leben,

mit
all den Menschen,        die je geboren,

mit
all den vielen,                die niemand zählen kann,

rufen
wir dich:                      Sei hier zugegen.

In
dieser Stunde,                 Gott, sei uns nahe.

An
diesem Ort                      sei unser Friede.

In
unseren Häusern             wohne der Friede.

Auf
unseren Tischen          sei Brot für den
Frieden.

Für
unsere Kinder               sei du die Zukunft.

Licht
der Verheißung         für Menschen in
Frieden.

Wie
lange müssen wir        noch auf dich
warten?

Erscheine
wieder                 und schaffe den Frieden.

Wie
lange müssen wir        noch auf dich
warten?

Erscheine
wieder,               damit
wir bestehen.

Licht,
das uns leuchtet,      gib neues Leben.

Wie
lange müssen wir        noch auf dich
warten?

Licht,
das uns leuchtet,      Licht unseres
Lebens.

Auf
dich vertrauen wir,       auf den
Lebendigen.

Könntest
du jemals              Vertrauen enttäuschen?

3. Aus der Bibel in gerechter
Sprache: Lk 24, 1-12

1             Am ersten Tag der Woche
kamen sie am frühen Morgen zur Gruft und brachten die Duftöle, die sie
vorbereitet hatten.

2             Da fanden sie den Stein
von der Gruft weggewälzt.

3             Als sie hineingingen,
fanden sie den
Körper Jesu, des Herrn, nicht.

4             Während sie noch ratlos
darüber waren, geschah es: seht, zwei Männer in blitzenden Kleidern traten
herzu.

5             Die Frauen gerieten in
Furcht und neigten sich tief zur Erde, da sprachen sie zu ihnen: »Was sucht ihr
den Lebendigen bei den Toten?

6             Er ist nicht hier,
sondern er ist
auferweckt worden. Erinnert euch,
wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war,

7             indem er sagte: Der Mensch muss ausgeliefert
werden in die Hände
gottesferner Menschen und gekreuzigt
werden und am dritten Tag
auferstehen

8             Und die Frauen
erinnerten sich an seine Worte.

9             Sie kehrten von der
Gruft zurück und verkündigten dies alles den Elf und allen Übrigen.

10           Maria aus Magdala und
Johanna und Maria des Jakobus und die übrigen Frauen, die mit ihnen waren,
sagten dies den Aposteln.

11           Und diese Worte kamen
den Aposteln vor wie leeres Gerede; und sie
glaubten ihnen nicht.

12           Petrus stand auf und
eilte zur Gruft und beugte sich hinein, da sah er nur die Binden. Er ging weg,
verwundert über das, was geschehen war.