Ines Tobisch

Ich heiße Ines Tobisch, bin seit Oktober 1966 mitten im Leben.

Ab 1973 habe ich die Volksschule in Fürstenfeld besucht. Meine Großmutter hat meine Quelle zum Sprudeln gebracht. Sie hat ein liebevoll soziales Leben gelebt und mir von Kindheit an gezeigt, auch wenig Vorhandenes zu teilen und dankbar anzunehmen.
Nach 4 Klassen Hauptschule in Weiz, habe ich nach weiteren 4 Jahren BORG Birkfeld maturiert.

Ich habe1985 begonnen Medizin zu studieren und die Ausbildung einer Radiologie Technologin (1989-1991) zu machen. Mit dem 1. Rigorosum habe ich mein Studium beendet und als RT im Bereich MRI am LKH Graz gearbeitet.

Seit 2017 bin ich in Pension.
Gerade damit bin ich aufgeschlossenener für die Wirklichkeit, es ist in mir eine Dankbarkeit, mein persönliches Bewußtsein und Wertschätzung gereift.

Als Jugendliche und Erwachsene habe ich aktiv in der katholischen Jungschar und Amnesty international in Weiz mitgearbeitet. Ich war r.k. Lektorin und habe u.a. im Bildungshaus Johnsdorf, (damals salesianisches Ordensbildungshaus-ein Danke an P. Sigmund Geißbauer SDB) gelernt mit Jugendlichen und älter werdenden Menschen (SeniorInnen) zusammenzuarbeiten, gestalten und Verantwortung mitzutragen. Auch sonstige salesianische Aktivitäten haben mich angezogen, mitzutun. Meine Mutter hat mich unterstützt.

Es ist mir ein Anliegen Menschen zu begleiten und die Nähe Gottes erfahrbar zu machen und rituelle Zeichen zu setzen. Das konnte ich auch bei den Elisabethinen lernen, wo es mit Ferialjobs, einem Hineinspüren und Mitarbeiten dürfen in den Palliativbereich begonnen hat. Empathie und Hineinfühlen, ein paar gemeinsame Schritte, sind mir wertvolle Werte. Bei den Rote Nasen Clowdoctors konnte ich hineinschnuppern.

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder geboren. Jakob ist leider schon verstorben, aber Sebastian sprüht vor Leben. Familie ist mir wichtig!

Krankheit, Behinderung und das direkte Begegnen von Tod und Auferstehungsbewußtsein hat mich meine Grenzen erkennen und mich in einem mit Verbundenheit und Weiterentwicklung geprägtem Leben sein lassen. Ich will mit mir selbst, mit meiner Umgebung, dem Himmel und der Erde – mitten im Leben anwesend sein und das den Menschen spürbar vermitteln können, auch im Sterbeprozeß bzw. wenn ein lieber Mensch nicht mehr mit ihnen sein kann.

Meine Liebe zu Spiritualität und ökumenischen Engagement haben schon Pfarrer Spuler und Pfarrer Franz Handler geprägt. Ich sehe es als wichtige Aufgabe, die Bewegung aller christlichen Kirchen in weltweiter Zusammenarbeit und Einigung anzustreben. Daher bin ich auch seit 2014 im ökumenischen Forum und interreligiösen Beirat der Stadt Graz tätig.
Es erfüllt mich mit Freude sozial aktiv zu sein. Betroffene zu unterstützen ist mir ein Anliegen.

Weiterbildung anzustreben, ist mir sehr wichtig. Den ECDL, eine NLP Practitionerausbildung und 2015 eine zertifizierte Pretty-Old Multiplikatorinnenausbildung am Frauenservice Graz habe ich umgesetzt.
Menschen in Krisensituationen benötigen Unterstützung, ich habe 2015 ein ökumenisches Notfallseelsorgezertifikat und Weiterbildung (KRIV) gemacht.

Sichtbare Zusammenarbeit strebe ich an, z.B. im Begnegnungszentrum Graz Süd, wo ein gelingendes Zusammenleben in Vielfalt angestrebt wird, und welches aufzeigen hilft, wie wichtig ein Begegnen im Gespräch zur Integrationshilfe und des Austausches weit über Rasse, Religion und Geschlecht hinaus, ist.

Auch in Heart Math („Intelligenz des Herzens“) habe ich mich bewußt weitergebildet. Wenn wir das Wesentliche anerkennen möchten, dann sollten wir nicht nur mit den wissenschaftlichen Augen studieren, sondern auch mit dem Herzen schauen. „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar, man sieht nur mit dem Herzen gut“, sagte der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry).

In diesem Sinne habe ich mir auch die Mitarbeit in der Altkatholischen Kirche überlegt. Ich bin auch mit Freude dabei, bewegende Kirche zu erleben und möchte mit Menschen ein paar Schritte auf ihrem Weg gemeinsam gehen und da sein, Brücken zu Menschen zu bauen und vielfältigen Dialog führen – deswegen bin ich gerne auch im Seelsorgeteam.

Meine theologische Ausbildung im Fernstudium habe ich 2019 abgeschlossen.

Es ist wesentlich zu begreifen, dass sich die Seelsorge verändert hat und unter den gegebenen Bedingungen gelebt und gestaltet werden muss. Gefragt sind die Kompetenz und der Mut, neue Seelsorgekonzepte zu entwickeln und zu erproben, die der Unterschiedlichkeit der Lebenswelten und religiösen Fragen von Menschen Rechnung tragen.
Die Aufgabe der Kirche sehe ich darin, den Menschen dort zu begegnen, wo sie leben. Kirche lebt für mich, wenn sie integriert ist im Kreislauf des Lebens – von der Geburt bis zum Tod (Auferstehung).
Ich bin froh und glücklich, dass ich Kirche erlebe, die sich bewegt, die die Zeichen der Zeit erkennt und im Hier und Jetzt für die Menschen da ist.
Lasst es uns wagen, guten Mutes in die Zukunft zu gehen.

Ines Tobisch
Tel: 0699/ 11 84 71 77, ines.tobisch@altkatholiken.at